Stehend rechnest du mit 1 Quadratmeter pro Person, beim Bankett mit 1,5 Quadratmetern. Den größten Einfluss auf den Platzbedarf hat also die Wahl der Bestuhlung. Sie entscheidet über die Kapazität eines Raums mehr als die Art der Veranstaltung. Mit Tanzfläche und Reserve landen die meisten Feiern und Events zwischen 1 und 2 Quadratmetern pro Gast.
Die Tabelle zeigt die Richtwerte des Rechners je Bestuhlungsart und wie viele Gäste damit auf 100 m² passen.
Die Gästezahl gilt mit 10 % Reserve für Wege, Säulen und Nischen. Die letzte Spalte zeigt den Rechenwert der Versammlungsstättenverordnung und ist keine Empfehlung.
Die gängigen Bestuhlungsvarianten und ihr Platzbedarf in der Praxis:
Warum die Werte so stark schwanken: Manche Planungshilfen rechnen Bühne, Catering und Wege mit ein, andere nur den Stuhl. Zeltplaner nennen für ein Bankett deshalb oft 2,5-3 Quadratmeter pro Person. Unsere Werte decken die Plätze samt den Gängen dazwischen ab und alles andere kommt im Rechner als eigene Fläche dazu.
Bei einer Cocktailparty oder einem Walking Dinner mischen sich Stehen und Sitzen. Dafür wählst du im Rechner den Stehempfang, nimmst das Buffet dazu und trägst die Stehtische als weitere Fläche ein. Mehr Fläche ist dabei nicht automatisch besser, denn ein halb leerer Saal kostet genauso viel Atmosphäre wie ein zu voller Raum.
In Deutschland rechnet die Muster-Versammlungsstättenverordnung mit 1 Besucher je m² an Tischen und mit 2 Besuchern je m² bei Reihenbestuhlung. Für Stehplätze setzt sie mindestens 2 Personen je m² an. Die Werte gelten für Räume, die mehr als 200 Besucher fassen. Die Basis der Berechnung ist die Nettofläche für Besucher, Bühne und Technik zählen nicht mit.
Verbindlich ist am Ende die Zahl im genehmigten Bestuhlungsplan der Location. Sie darf nicht überschritten werden und der Plan hängt am Haupteingang aus. Die Bundesländer haben die Musterverordnung in eigene Verordnungen übernommen. In Österreich regelt das jedes Bundesland selbst. Die Steiermark rechnet laut ihrer Veranstaltungssicherheitsverordnung mit 3 Personen je m² bei Stehplätzen und mit 1 Person je m² am Tisch.
Die maximale Personenzahl hängt außerdem an den Fluchtwegen. Je 200 Personen braucht ein Rettungsweg 120 cm Breite und schmale Türen begrenzen so die Kapazität eines Raums. Diese Werte sind keine Wohlfühlwerte, die Behörden bemessen damit Ausgänge und Rettungswege. Wer feiern will, plant mehr Fläche pro Person ein und genau dafür gibt es die Werte aus der Tabelle oben.
Für die Größe der Tanzfläche rechnest du bei einer Veranstaltung mit Tanz mit rund 0,2 m² pro Gast. Dahinter stehen zwei Faustregeln: Zur Spitzenzeit tanzen etwa 40 % der Gäste gleichzeitig und jede Person braucht rund 0,5 m². Bei 100 Gästen sind das 20 m² oder ein Quadrat mit 4,5 m Seitenlänge.
Für Paartänze wie Walzer oder Discofox braucht es deutlich mehr, oft genannt werden 3-4 m² pro Paar. Den Eröffnungstanz auf der Hochzeit trägt die Fläche trotzdem, weil anfangs nur das Brautpaar tanzt.
Tipp aus der Praxis: Eine zu große Tanzfläche wirkt leer und die Stimmung kippt schneller. Plan sie lieber knapp und direkt neben dem DJ. Liegt sie in einer Ecke oder in einem Nebenraum, bleibt sie oft leer.
Wie viel Watt die Anlage für deine Gäste und deinen Raum braucht, zeigt der Watt-Rechner für die PA-Anlage.
Für einen DJ mit zwei Boxen planen wir aus der Praxis 3 x 2 m ein, also 6 m². Eine Fotobox braucht mit Hintergrund und Platz zum Posieren etwa 3 x 3 m, das sind 9 m². Beides steht am besten an einer Wand mit Steckdose und nie vor einem Notausgang.
Eine Buffetstrecke versorgt nach Erfahrung von Caterern bis zu 120 Gäste. Mit Tisch, Gang davor und Platz für das Personal dahinter rechnet der Rechner mit 12 m² je Strecke. Bar, Bühne oder Lounge trägst du als weitere Fläche ein.
Wer die Technik für die Feier mietet, nimmt ihre Stellflächen am besten gleich in die Planung auf. Musikanlagen in passender Größe gibt es bei Renty kautionsfrei und mit Allgefahrenversicherung, zur Abholung oder mit Aufbau vor Ort.
Die Beispiele zeigen typische Events und kommen direkt aus dem Rechner, die Reserve von 10 % ist schon drin. Neben der Anzahl der Gäste spielen drei Faktoren eine Rolle: die Bestuhlung, der Puffer für Wege und alles, was sonst im Raum steht. Für 40 Personen am runden Tisch reichen damit 66 m², stehend genügen 44 m².
Die Werte gelten für die nutzbare Fläche. Steht in der Beschreibung nur die Gesamtfläche, brauchst du einen größeren Raum.

Zieh alles ab, was Gäste nicht nutzen können: Säulen, feste Theken und Nischen. Nach diesem Abzug bleibt die Nettofläche, mit der du rechnest. Im Angebot einer Eventlocation steht oft nur die Gesamtfläche und nutzbar ist davon spürbar weniger.
Bei der Suche nach einer Eventlocation hilft der Rechner in beide Richtungen. Kennst du die Gästeanzahl, liefert er die nötige Größe. Hast du ein Angebot mit fester Fläche, zeigt er die Kapazität. Für die Entscheidung zählt am Ende der Bestuhlungsplan und offene Fragen klärst du am besten vorab. Wie Location und Technik in der Eventplanung zusammenhängen, zeigt der Leitfaden zum Event planen.
Die Größe des Raums rechnest du einfach aus: Länge mal Breite ergibt die Quadratmeterzahl. Ein Raum mit 12 x 15 m hat 180 m². Räume in L-Form teilst du in Rechtecke und zählst sie zusammen. Achte bei der Besichtigung auch auf die Decke. In niedrigen Räumen wird es mit vielen Gästen schnell stickig, dann hilft nur mehr Platz oder eine gute Lüftung.
Tische und Technik haben auf Fluchtwegen nichts verloren. In Versammlungsstätten sind Rettungswege mindestens 120 cm breit, in Räumen bis 200 Plätze genügen 90 cm. Zwischen Tischen sieht die Verordnung 150 cm vor und von jedem Platz führt der Weg zum Ausgang über höchstens 30 m.
Bei Stuhlreihen ist jeder Sitz mindestens 50 cm breit und zwischen den Reihen bleiben 40 cm frei. Seitlich eines Ganges stehen höchstens zehn Stühle. Stellst du Stühle nur für die Feier auf, müssen sie in der Reihe fest verbunden sein. Für Gaststätten gibt es Ausnahmen.

Aus der Praxis: Bei der Planung mit unseren Kunden sehen wir vier Fehler immer wieder. Mit diesen Tipps umgehst du sie.
Der Rechner fängt die ersten drei Fehler ab, wenn du DJ, Fotobox und Buffet einträgst und mit der nutzbaren Fläche rechnest. Für Geburtstage gibt es dazu eine eigene Checkliste für die Location.
Bei Events im Freien und im Zelt braucht jede Person genauso viel Fläche wie drinnen, die Richtwerte aus der Tabelle gelten also auch hier. Anders sind die Regeln. Für Veranstaltungen im Freien greift die Verordnung erst bei mehr als 1.000 Besuchern. Zelte zählen als fliegende Bauten und brauchen ab einer gewissen Größe eine eigene Genehmigung.
Tanzfläche und Bar brauchen im Zelt denselben Platz wie in einem Saal. Plan draußen dazu extra Platz für Wege zwischen Zelt, Bar und Toiletten ein. Bei Regen rücken alle ins Zelt, deshalb sollte es für alle Gäste reichen.
Mit 10 % Reserve passen auf 100 m² etwa 90 Gäste stehend, 129 in Stuhlreihen und 60 an runden Tischen. Nach der Versammlungsstättenverordnung sind es rechnerisch 200 Personen stehend oder in Reihen und 100 an Tischen.
Rechnerisch 2 Personen stehend, bequem ist eine. Laut einem technischen Bericht der vfdb sind Menschen bis 2 Personen je m² noch frei beweglich. Ab 6 Personen je m² spricht der Bericht von kritischer Dichte, wie sie vor Bühnen bei Konzerten entstehen kann.
Stehend und ohne viel Bewegung braucht ein Mensch rund 0,5 m². Das entspricht den 2 Personen je m² der Verordnung. Für einen Stehempfang mit Gläsern, Gesprächen und Bewegung plant man 1 m² pro Person ein.
Mit 10 % Reserve reichen für 50 Personen stehend 55 m², an einer langen Tafel 66 m² und an runden Tischen 83 m². DJ oder Buffet rechnet der Rechner oben gleich mit ein.
Die Musterverordnung sieht für bis zu 100 Besucher 3 Damentoiletten, 1 Herrentoilette und 2 Urinale vor. Je weitere 100 Besucher kommen rechnerisch 1,2 Damentoiletten, 0,4 Herrentoiletten und 0,8 Urinale dazu. Das Ergebnis wird aufgerundet.
Eine feste Obergrenze pro m² gibt es für Feiern zu Hause nicht. In einer Location gilt auch bei privaten Feiern die Personenzahl, die für den Raum genehmigt ist. Zu Hause setzen eher Lärm und Nachtruhe die Grenzen als die Fläche.
Mit diesen kostenlosen Rechnern und Generatoren lässt sich der Rest des Events planen, von der Technik bis zum Turnierplan.
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