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PA-Anlage für 50 bis 5.000 Personen: der Watt-Rechner

Gib Gästezahl, Ort und Eventart ein. Du bekommst die benötigte Leistung in Watt RMS und die Anlage, die dazu passt.

105.000
Erweitertes Säulensystem als PA-Anlage für 200 Personen
PA-Anlage für 200 Personen
Benötigte Leistung
1.200W RMS
200 Personen · Indoor · Party und DJ · 6 W pro Person
Erweitertes Säulensystem
ab 199 € / Tag · kautionsfrei und versichert

Mehr Reichweite bei gleicher Bauform. Sinnvoll in langen Räumen und überall dort, wo die Anlage nicht auffallen soll.

Typische Konfiguration Größeres Säulensystem · Mischpult-Anschluss · Stative inklusive
Passende Anlagen ansehen Unsicher bei der Größe? Kurz mit uns abstimmen
· Stative gehören dazu: unter Kopfhöhe hört nur die erste Reihe etwas.

Wie viel Watt für wie viele Personen?

Richtwerte in Watt RMS für Indoor-Veranstaltungen. Draußen rechnest du das 1,4-fache dazu, weil der Schall sich ohne Wände ungebremst verteilt.

PersonenVortrag und RedeHochzeit und FeierParty und DJLive-Band und KonzertTypische Anlage
50 Personen50 W200 W300 W600 WAkku-Lautsprecher oder Säulensystem
100 Personen100 W400 W600 W1.200 WSäulensystem oder 2 Topteile
200 Personen200 W800 W1.200 W2.400 WErweitertes Säulensystem oder 2 Topteile
300 Personen300 W1.200 W1.800 W3.600 W2 Topteile mit Subwoofer
500 Personen500 W2.000 W3.000 W6.000 W2 Topteile mit 2 Subwoofern
1.000 Personen1.000 W4.000 W6.000 W12.000 WLine-Array als Groundstack
2.000 Personen2.000 W8.000 W12.000 W24.000 WLine-Array als Groundstack
5.000 Personen5.000 W20.000 W30.000 W60.000 WLine-Array geflogen

Ab etwa 800 Gästen entscheidet nicht mehr die Wattzahl, sondern die Abdeckung. Eine Anlage aus zwei Topteilen erreicht die hinteren Reihen auch dann nicht sauber, wenn die Leistung rechnerisch passt. Deshalb steht ab dieser Größe ein Line-Array in der Tabelle und keine größere Box.

Wie viele Gäste schafft welche Wattzahl?

Die Gegenrichtung: du kennst die Leistung einer Anlage und willst wissen, wofür sie reicht. Werte für Indoor, gerechnet auf Watt RMS.

LeistungVortrag und RedeHochzeit und FeierParty und DJLive-Band und Konzert
500 W RMS500 Personen125 Personen85 Personen40 Personen
1.000 W RMS1.000 Personen250 Personen165 Personen85 Personen
2.000 W RMS2.000 Personen500 Personen330 Personen165 Personen
4.000 W RMS4.000 Personen1.000 Personen665 Personen330 Personen
6.000 W RMS6.000 Personen1.500 Personen1.000 Personen500 Personen
10.000 W RMS10.000 Personen2.500 Personen1.665 Personen835 Personen
20.000 W RMS20.000 Personen5.000 Personen3.330 Personen1.665 Personen

Die Spalte Vortrag und Rede zeigt, wie unbrauchbar die Wattzahl als alleiniger Maßstab ist: rechnerisch beschallt eine 2.000-Watt-Anlage 2.000 Zuhörer mit Sprache, praktisch scheitert sie lange vorher an der Abdeckung. Sprache braucht wenig Leistung, aber viele gut platzierte Lautsprecher. Nimm die Werte deshalb als Obergrenze der Leistung, nicht als Kapazität der Anlage.

Wie viel Watt braucht eine PA-Anlage pro Person?

Als Richtwert brauchst du Indoor 1 Watt RMS pro Person für Sprache, 4 Watt für eine Feier mit Tanz, 6 Watt für Party und DJ und 12 Watt für Live-Band und Konzert. Für 500 Personen auf einer Party sind das rund 3.000 Watt RMS, draußen etwa 4.200 Watt. Diese Zahlen sind der Startpunkt und nicht das Ergebnis: ab etwa 800 Gästen entscheidet nicht mehr die Leistung, sondern wie gleichmäßig die Anlage die Fläche abdeckt.

Die Wattzahl bleibt trotzdem der beste erste Filter. Sie sagt dir, in welcher Klasse du suchen musst, und sie verhindert die beiden teuersten Fehler: eine Anlage, die im entscheidenden Moment dichtmacht, und eine Anlage, die du zu zwei Dritteln bezahlst und nie ausfährst. Der Rechner oben übernimmt die Multiplikation und ergänzt die Faktoren, die beim Kopfrechnen untergehen, also Ort, Fläche und Art der Veranstaltung. Ein Tipp vorweg: rechne lieber mit der lautesten Programmphase des Abends als mit dem Durchschnitt.

PA-Anlage nach Personenzahl: was sich bei welcher Größe ändert

Spannend ist nicht die Wattzahl an sich, sondern wo die Sprünge liegen. Zwischen 80 und 120 Gästen passiert technisch fast nichts, zwischen 300 und 500 ändert sich die Bauform der Anlage dagegen komplett. Die folgenden Größen sind genau die Punkte, an denen aus einer größeren Box eine andere Anlage wird.

PA-Anlage für 100 Personen

Bei 100 Gästen liegst du je nach Programm zwischen 100 Watt für einen Vortrag und 1.200 Watt für eine laute Live-Band. Für den häufigsten Fall, also Feier mit Reden am Nachmittag und Tanz am Abend, sind rund 400-600 Watt RMS realistisch. Das deckt ein Säulensystem ab, wie es LD Systems oder HK Audio bauen: eine schmale Säule auf einem flachen Bassmodul, die den Schall auf Ohrhöhe verteilt statt nach oben in die Decke. Zwei Topteile auf Stativen leisten dasselbe und kosten weniger, brauchen aber Platz und sehen im Saal deutlich technischer aus. Die passenden Systeme findest du in der Kategorie Musikanlagen.

PA-Anlage für 200 Personen

200 Gäste sind die Grenze, an der viele Anlagen zum ersten Mal wirklich arbeiten müssen. Für Party und DJ rechnest du mit etwa 1.200 Watt RMS, für eine Hochzeit mit Tanzfläche mit 800 Watt. Technisch bleibt die Bauform gleich, aber die Aufstellung wird wichtiger: eine einzelne Position vorne reicht bei langen Räumen nicht mehr bis nach hinten, ohne dass es vorne unangenehm laut wird. Zwei Topteile links und rechts der Tanzfläche lösen das besser als ein stärkeres System an einer Stelle. Wer eine Live-Band plant, landet hier schon bei 2.400 Watt und damit in einer anderen Klasse.

PA-Anlage für 300-500 Personen

Hier passiert der erste echte Sprung. Für 500 Personen auf einer Party stehen rund 3.000 Watt RMS auf dem Zettel, für ein Konzert 6.000 Watt. Diese Leistung bekommst du nicht mehr aus einem Fullrange-Lautsprecher, weil der Tiefton den größten Teil der Energie frisst. Ab hier arbeitest du deshalb mit getrennten Wegen: zwei Topteile für Mitten und Höhen, dazu zwei Subwoofer am Boden für alles unter etwa 100 Hertz. Genau das ist die Konfiguration, die auf Hochzeiten und Firmenfeiern dieser Größe fast immer steht. Passende Systeme stehen bei den PA-Anlagen, und ab dieser Größe stimmen wir die Aufstellung vorab mit dir ab.

PA-Anlage für 1.000 Personen

Rechnerisch sind 1.000 Gäste bei einer Party 6.000 Watt RMS. Praktisch ist die Zahl ab hier zweitrangig, weil das Problem nicht mehr die Leistung ist, sondern die Distanz. Der Schalldruck fällt bei einer normalen Box mit jeder Verdopplung der Entfernung um etwa 6 Dezibel. Wer in Reihe 30 noch etwas hören soll, sitzt vorne im Lärm. Line-Arrays lösen genau das: mehrere schmale Module übereinander bündeln den Schall vertikal und verlieren nur rund 3 Dezibel pro Entfernungsverdopplung. Bei 1.000 Gästen steht das System meist als Groundstack auf einem Subwoofer-Stapel, geflogen wird erst darüber.

PA-Anlage für 2.000-5.000 Personen

In dieser Größenordnung ist die Anlage kein Mietpaket mehr, sondern eine Planung. Für 2.000 Gäste bei einem Konzert stehen 24.000 Watt RMS im Raum, bei 5.000 Gästen das Zweieinhalbfache. Entscheidend sind dann Dinge, die mit Watt nichts zu tun haben: Rigging und Statik für die geflogenen Arrays, ein eigener Stromanschluss statt Steckdosen, Delay-Positionen für die hinteren Bereiche und ein Messlauf vor dem Einlass. Renty ist auf Technik ausgelegt, die im PKW transportiert und ohne Kran aufgebaut wird. Für Formate in dieser Größe sagen wir dir ehrlich, was nötig wäre und was davon wir abdecken können, bevor wir ein Angebot schreiben.

Bauformen: von der Kompakt-PA bis zum Line-Array

PA-Systeme unterscheiden sich weniger in der Leistung als darin, wie sie den Sound verteilen. Wer die drei Bauformen kennt, versteht sofort, warum zwei Beschallungsanlagen mit derselben Wattzahl völlig unterschiedlich klingen können.

Kompakt-PA und Säulen-PA

Eine Kompakt-PA ist ein einzelner Aktiv-Lautsprecher mit eingebauter Endstufe, Bluetooth-Funktion und häufig Akku. Für Sektempfang, Vortrag im Seminarraum oder eine kleine Feier ist das die unkomplizierteste Lösung, und als Mini-PA passt sie in jeden Kofferraum. Die Säulen-PA geht einen Schritt weiter: ein flaches Bassmodul am Boden, darauf eine schmale Säule mit vielen kleinen Treibern. Diese Bauform verteilt den Schall horizontal breit und vertikal eng, sie strahlt also das Publikum an und nicht die Decke. Verbreitet sind hier die MAUI-Reihe von LD Systems und die Säulensysteme von HK Audio. Der praktische Vorteil ist die Optik: eine Säule fällt im Saal kaum auf, zwei Tops auf Stativen dagegen schon. Bei sehr großen Veranstaltungen stößt die Bauform allerdings an ihre Grenzen.

Tops mit Subwoofer

Ab etwa 300 Gästen ist die klassische Trennung sinnvoll. Zwei Fullrange-Lautsprecher als Tops übernehmen Mitten und Höhen, ein oder mehrere Subs den Bereich darunter. Ein 12-Zoll-Subwoofer reicht für die meisten Feiern, für elektronische Musik und laute Bands sind 15 oder 18 Zoll die bessere Wahl. Fast alle Systeme dieser Art sind aktiv, haben also eine Class-D-Endstufe und DSP-Presets eingebaut, mit denen sich die Anlage per Knopfdruck auf Sprache, Musik oder Sub-Betrieb umstellen lässt. Marken wie JBL, RCF, Electro-Voice und dB Technologies bauen die in dieser Klasse verbreitetsten Systeme, und genau diese Geräte stehen auch bei uns im Lager.

Line-Array-Systeme

Line-Arrays sind keine größeren Boxen, sondern ein anderes Prinzip. Mehrere schmale Module hängen oder stehen übereinander und koppeln akustisch zu einer Linienquelle. Das Ergebnis ist eine deutlich flachere Pegelabnahme über die Distanz und eine präzise Kontrolle darüber, welche Fläche beschallt wird und welche nicht. Genau deshalb stehen Line-Array-Systeme bei großen Veranstaltungen vor der Bühne, im Freien wie in der Halle. Der Preis dafür ist Aufwand: Rigging, Statik, Einmessung und eine eigene Stromversorgung gehören dazu.

Was 10.000 Watt wirklich bedeuten: RMS, Peak und die Rechenfalle

Wattangaben sind der unzuverlässigste Wert in der Veranstaltungstechnik, weil zwei völlig verschiedene Zahlen denselben Namen tragen. RMS ist die Dauerleistung, die eine Endstufe sauber abgeben kann. Peak ist die Spitzenleistung für Sekundenbruchteile und liegt je nach Hersteller beim Zwei- bis Vierfachen. Eine Anlage, die mit 2.000 Watt beworben wird, hat oft 500 Watt RMS. Vergleichbar sind Anlagen nur über RMS, und genau darauf rechnet der Rechner oben.

Damit relativiert sich auch die Suche nach einer PA-Anlage mit 10.000 Watt. 10.000 Watt RMS decken bei Party und DJ rund 1.700 Gäste ab, bei einem lauten Konzert etwa 830. 10.000 Watt Peak dagegen sind eine ordentliche Anlage für 300-400 Personen. Zwei Anlagen mit derselben Zahl auf dem Datenblatt können also um den Faktor vier auseinanderliegen. Frag im Zweifel nach dem RMS-Wert pro Box und rechne die Boxen zusammen, statt der Gesamtangabe zu vertrauen.

Dazu kommt ein physikalischer Punkt, der oft überrascht: doppelte Leistung bedeutet nur 3 Dezibel mehr, und 3 Dezibel hört man als leichte Steigerung, nicht als doppelte Lautstärke. Wer spürbar mehr Druck will, braucht ungefähr die zehnfache Leistung oder Lautsprecher mit höherem Wirkungsgrad. Deshalb bringt der Sprung von 2.000 auf 2.400 Watt praktisch nichts, der Wechsel auf ein System mit besserem Wirkungsgrad dagegen sehr viel.

Outdoor: warum draußen mehr Leistung nötig ist

Im Raum arbeiten Wände, Decke und Boden für dich. Ein Teil des Schalls wird reflektiert und kommt beim Publikum ein zweites Mal an. Draußen fehlt das komplett, der Schall verteilt sich ungebremst und ist weg. Als Faustregel rechnest du deshalb mit dem 1,4-fachen deiner Indoor-Zahl. Aus 3.000 Watt für 500 Partygäste werden so rund 4.200 Watt.

Der zweite Effekt trifft den Bass am härtesten. Tiefe Frequenzen brauchen Begrenzungsflächen, um Druck aufzubauen. Ohne sie klingt eine Anlage draußen dünn, obwohl sie drinnen überzeugt hat. Ab etwa 100 Gästen mit Tanzbeschallung im Freien gehört deshalb fast immer ein Subwoofer dazu, und zwar eher zwei kleine an zwei Positionen als einer in der Mitte.

Der dritte Punkt ist der Strom. Eine normale Schuko-Steckdose mit 16 Ampere liefert etwa 3.600 Watt Dauerlast für alles zusammen, also PA, Licht, Nebelmaschine und Kühlschrank. Bei Anlagen ab der 3.000-Watt-Klasse wird das eng, sobald Licht dazukommt. Rechne den Bedarf vorher durch, der Stromverbrauch-Rechner macht das in einer Minute.

Raumgröße, Deckenhöhe und Aufstellung

Die Personenzahl sagt, wie viel Energie in den Raum muss. Die Fläche sagt, wie weit sie kommen muss. Beides fällt selten zusammen: 200 Gäste in einem 180 Quadratmeter großen Saal sind eine andere Aufgabe als 200 Gäste, die sich auf 600 Quadratmeter verteilen. Als Orientierung gilt: bis etwa 1 Quadratmeter pro Person kannst du mit den Standardwerten rechnen, ab 2 Quadratmetern pro Person plane rund 20 Prozent mehr Leistung ein. Wie viel Fläche deine Gäste und die Technik überhaupt brauchen, schätzt der Raumbedarf-Rechner ab.

Hohe Decken über etwa vier Metern kosten zusätzlich Energie, weil ein Teil des Schalls nach oben verschwindet, und sie bringen oft Hall mit. Räume mit viel Glas, Beton oder kahlen Wänden klingen hallig, und Hall frisst Sprachverständlichkeit schneller, als Leistung sie zurückholt. Die Raumakustik beeinflusst damit direkt, wie viel Leistung du wirklich brauchst. In solchen Räumen hilft eine zusätzliche Box in der Saalmitte mehr als eine stärkere Anlage vorne.

Bei der Aufstellung zählen zwei Regeln. Lautsprecher gehören über Kopfhöhe, sonst hört nur die erste Reihe sauber, und der Abstand zwischen linker und rechter Box sollte ungefähr der Tiefe des Publikumsbereichs entsprechen. Stehen sie zu weit auseinander, entsteht in der Mitte ein Loch, stehen sie zu eng, verschenkst du die Breite.

Was gehört zu einer PA-Anlage?

Eine PA-Anlage ist nie nur der Lautsprecher. Zum Grundsetup gehören die Topteile für Mitten und Höhen, bei größeren Events ein oder mehrere Subwoofer für den Tiefton, Stative, damit die Boxen auf Ohrhöhe kommen, sowie die komplette Verkabelung. Aktive Systeme haben die Endstufe bereits eingebaut und brauchen nur Strom und ein Audiosignal, das über ein Audiokabel vom Mischpult oder direkt vom Handy kommt. Passive Systeme trennen Lautsprecher und Endstufe, sind flexibler in der Konfiguration und für den einmaligen Einsatz meist umständlicher.

Dazu kommt die Zuspielung. Ein Handy oder Laptop reicht über Klinke oder Cinch für Hintergrundmusik. Sobald mehrere Quellen dazukommen, also DJ-Pult, Mikrofon und Musik vom Notebook, brauchst du ein Mischpult, um zwischen ihnen umzuschalten und die Lautstärke sauber zu halten. Ein kleiner Mixer mit vier bis sechs Kanälen deckt fast jede private Feier ab, eine Band braucht eher acht bis zwölf. Digitale Mischpulte bringen Effekte, Speicherplätze und oft eine App-Steuerung mit, analoge sind dafür in fünf Minuten verstanden. Für Reden gehören Mikrofone dazu, am besten Headset oder Ansteckmikrofon, weil der Abstand zum Mund konstant bleibt und die Rückkopplungsgefahr sinkt. Für die Sprachverständlichkeit ist die Qualität der Mikrofone wichtiger als jedes Watt.

Ein Beispiel für ein typisches Setup bei 200 Gästen: zwei Tops auf Stativen, ein Subwoofer, ein Mischpult mit sechs Kanälen, zwei Funkmikrofone und die Kabel dazu. Das ist die Zusammenstellung, die auf den meisten Veranstaltungen dieser Personenanzahl steht, unabhängig davon, ob es eine Hochzeit, eine Firmenfeier oder ein Vereinsfest ist.

Technische Eckdaten, die beim Vergleich helfen

Ein Fullrange-Lautsprecher deckt typischerweise 50 Hertz bis 20 Kilohertz ab, also alles außer dem tiefsten Bass. Genau deshalb kommt unterhalb von etwa 100 Hertz der Subwoofer dazu, sobald getanzt wird. Beim Schalldruck gilt als Orientierung: Hintergrundmusik liegt bei rund 75 Dezibel, eine Feier mit Tanzfläche bei 90-95 Dezibel, ein lautes Rockkonzert bei 95-105 Dezibel. Jede Stufe kostet Leistung, und die letzten 10 Dezibel kosten am meisten.

Die Faustformel mit 5-10 Watt pro Person, die in vielen Foren steht, gilt genau für den lauten Fall. Für Party, Live-Band und Konzert passt sie. Für Sprache, Vortrag und Hintergrundmusik ist sie um ein Vielfaches zu hoch, und daran scheitern die meisten Überdimensionierungen. Deshalb rechnet der Rechner nach Art der Veranstaltung und nicht mit einem einzigen Wert für alles.

Zwei Punkte tauchen beim Vergleich immer wieder auf. Aktive Systeme sind in der Anschaffung meist teurer als passive, dafür entfällt die separate Endstufe und der Aufbau ist für Laien deutlich einfacher. Und modulare Systeme, bei denen du Subwoofer einzeln dazunimmst, passen sich an die Veranstaltung an, statt dass du dich auf eine feste Größe festlegst. Wer ein oder zwei Events im Jahr plant, fährt mit Miete klar günstiger. Wer wöchentlich auflegt, sollte den Kauf ehrlich gegenrechnen.

So rechnet der PA-Rechner

Der Rechner nimmt vier Angaben und multipliziert sie in einer festen Reihenfolge. Zuerst die Gästezahl mal dem Wattwert der Eventart, also 1 Watt pro Person für Sprache bis 12 Watt für ein lautes Konzert. Danach kommt der Ortsfaktor: draußen das 1,4-fache. Zuletzt die Fläche, wenn du sie angibst, mit bis zu 20 Prozent Aufschlag bei viel Platz pro Person.

Aus dem Ergebnis wählt der Rechner die Anlagenklasse, die diese Leistung liefert, und prüft zusätzlich die Gästezahl. Über 350 Gästen zeigen wir statt eines fertigen Pakets die Konfiguration als Schema, weil Aufstellung und Raum dann mehr entscheiden als das Datenblatt. Über 800 Gästen schlägt der Rechner unabhängig von der Wattzahl ein Line-Array vor, weil zwei Boxen diese Fläche nicht mehr gleichmäßig abdecken.

Aus der Praxis: wo die Rechnung an ihre Grenzen stößt

Renty stattet jedes Jahr mehrere tausend Veranstaltungen aus, und drei Muster tauchen dabei immer wieder auf.

Das erste ist die Hochzeit mit rund 120 Gästen. Rechnerisch stehen dort etwa 500 Watt, und das stimmt auch. Trotzdem scheitert der Abend selten an der Anlage, sondern an den Mikrofonen für Reden und Trauung. Wer bei 120 Gästen spart, spart an der falschen Stelle.

Das zweite ist die Firmenfeier im Zelt. Ein Zelt sieht aus wie ein Raum, verhält sich akustisch aber wie Outdoor: die Plane reflektiert kaum, der Bass verpufft. Wir rechnen Zelte deshalb grundsätzlich mit dem Outdoor-Faktor.

Das dritte sind Sportevents, Firmenrundgänge und Werksführungen. Dort geht es fast nur um Sprache, die Wattzahl ist niedrig, die Fläche riesig. Die Lösung ist nie eine stärkere Box, sondern sind mehrere kleine Positionen entlang der Strecke oder eine mobile Anlage, die mitwandert.

Die häufigsten Fehler bei der Dimensionierung

  • Nur auf die Gesamtwattzahl schauen. Ohne die Angabe, ob RMS oder Peak gemeint ist, sagt die Zahl nichts.
  • Outdoor mit Indoor-Werten rechnen. Draußen fehlen die Reflexionen, plane mindestens 40 Prozent mehr ein.
  • Den Subwoofer weglassen. Ab etwa 150 Gästen mit Tanzfläche klingt jede Anlage ohne Sub dünn, egal wie viel Leistung auf dem Papier steht.
  • Nur eine Steckdose einplanen. 16 Ampere sind rund 3.600 Watt für die gesamte Technik, nicht für die PA allein.
  • Stative vergessen. Boxen unter Kopfhöhe beschallen die erste Reihe und sonst niemanden.
  • Zu spät buchen. An Wochenenden im Sommer und im Dezember sind die gängigen Größen früh vergeben.

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Häufige Fragen zur PA-Anlage nach Personenzahl

Welche PA-Anlage brauche ich für 100 Personen?

Für eine Feier mit Tanz reichen 400-600 Watt RMS, also ein Säulensystem oder zwei Topteile auf Stativen. Geht es nur um Reden, kommst du mit 100-200 Watt aus. Bei einer Live-Band solltest du 1.200 Watt und einen Subwoofer einplanen.

Wie viel Watt braucht eine PA-Anlage für 500 Personen?

Indoor rund 3.000 Watt RMS für Party und DJ, 2.000 Watt für eine Feier mit Tanz und 6.000 Watt für ein Konzert. Draußen kommt jeweils das 1,4-fache dazu. Typisch sind zwei Topteile mit zwei Subwoofern.

Sind 2.000 Watt viel?

Das hängt davon ab, ob RMS oder Peak gemeint ist. 2.000 Watt RMS beschallen etwa 330 Partygäste, 2.000 Watt Peak entsprechen oft nur 500-700 Watt RMS und damit rund 100 Gästen. Ohne diese Angabe ist die Zahl wertlos.

Für wie viele Personen reicht eine PA-Anlage mit 10.000 Watt?

Bei 10.000 Watt RMS sind es etwa 1.700 Gäste bei Party und DJ und rund 830 bei einem lauten Konzert. Ab dieser Größenordnung ist allerdings die Abdeckung der Fläche das eigentliche Thema, weshalb dort meist Line-Arrays statt einzelner Boxen zum Einsatz kommen.

Was ist der Unterschied zwischen RMS und Peak?

RMS ist die Dauerleistung, die eine Anlage im Betrieb wirklich abgibt. Peak ist die kurzzeitige Spitzenleistung und liegt beim Zwei- bis Vierfachen. Vergleiche Anlagen ausschließlich über RMS.

Brauche ich für draußen wirklich mehr Leistung?

Ja, plane das 1,4-fache ein. Ohne Wände fehlen die Reflexionen, und der Bass verliert am meisten. Ab etwa 100 Gästen mit Tanzbeschallung gehört draußen ein Subwoofer dazu.

Was kostet eine PA-Anlage für ein Event?

Bei Renty startet eine PA-Anlage bei 159 Euro pro Tag, kautionsfrei und mit Allgefahrenversicherung. Der Tagespreis sinkt mit der Mietdauer: der erste Tag ist der Basispreis, jeder weitere 24-Stunden-Tag kostet 15 Prozent davon. Ein Wochenende ist damit deutlich günstiger als drei einzelne Tage.

Reicht eine Bluetooth-Box für eine Hochzeit?

Für den Sektempfang mit bis zu 30 Gästen ja. Sobald getanzt wird oder Reden über Mikrofon laufen, brauchst du eine echte Beschallungsanlage. Eine Säulen-PA oder zwei Tops auf Stativen sind hier die richtige Größe.

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