Dier Leitfaden deckt alles zum Thema Eventplanung ab. Von der Zieldefinition über Budgetierung, Zeitplanung und Organisation bis hin zur Durchführung und Nachbereitung. Es gibt Tipps zu Location-Auswahl, Technik, Programmgestaltung, Marketing und rechtlichen Aspekten.

Eventplanung umfasst alle Phasen von der ersten Idee bis zur Nachbereitung – ein umfassender Prozess, der kreative Konzeptentwicklung mit präziser operativer Umsetzung verbindet. Ob Firmen-Sommerfest, Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen, Fachtagung oder Weihnachtsfeier: Die Anforderungen an professionelle Veranstaltungsplanung sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Gestiegene Erwartungen an Technik, hybride Teilnahmemöglichkeiten und Nachhaltigkeitsaspekte machen die Organisation komplexer denn je. Teilnehmende erwarten heute mehr als nur einen Raum mit Catering – sie wollen ein durchdachtes Erlebnis.
Dieser Artikel bietet dir einen praxisorientierten Fahrplan, mit dem du ein Event strukturiert planen und umsetzen kannst. Die Tipps beziehen sich auf Vor-Ort-, Online- und Hybrid-Events im deutschsprachigen Raum – von der Konferenz in Berlin bis zur Firmenfeier in Wien.

Ohne klares Ziel läuft jede weitere Entscheidung zu Ort, Budget und Programm ins Leere. Das Ziel ist der Kompass, an dem sich alle nachfolgenden Schritte orientieren.
Definiere zuerst das Hauptziel:
Grenze die Zielgruppe präzise ein:
Thema und Motto bilden den roten Faden für Programm, Deko, Kommunikation und Catering. Ein durchdachtes Event Konzept sorgt für Wiedererkennung und emotionale Bindung.
Konkrete Motto-Beispiele:
Der Titel sollte auf Einladungen, Landingpage und Social Media wiederholt werden – wähle daher einen gut merkbaren Namen. Das Motto spiegelt sich idealerweise in Farben, Musik, Speiseauswahl und Dresscode wider.
Notiere bereits hier erste Programmskizzen: Keynote, Panel, Workshop-Slots, Networking-Phase. So entsteht ein Rahmen, der später konkretisiert wird.
Die Terminfindung ist ein kritischer Faktor, der frühzeitig angegangen werden muss. Lege einen realistischen Zeitraum fest – beispielsweise „2. Halbjahr – idealerweise ein Donnerstag im Oktober”.
Prüfe vor der Festlegung:
Definiere eine Zielgröße der Teilnehmenden (z.B. 120–150 Personen), um später Locations und Catering besser kalkulieren zu können. Merke dir einen Alternativtermin im selben Monat vor – falls Location oder Key-Speaker ausfallen.
Das Budget gibt den Rahmen für alle Entscheidungen vor und sollte früh fixiert werden. Eine saubere Kostenplanung verhindert böse Überraschungen und ermöglicht fundierte Entscheidungen.
Empfohlene Budget-Kategorien:
Externe Einnahmen können das Budget deutlich entlasten – insbesondere bei Fachkonferenzen und öffentlichen Events.
Sponsoringformen mit konkretem Mehrwert:
Entwickle Sponsoring-Pakete mit festen Leistungen und Preisen: Gold-Paket für größere Sichtbarkeit, Silber-Paket für Standard-Präsenz. So haben potenzielle Sponsoren klare Optionen.
Ticketverkauf ist sinnvoll bei Fachkongressen und Networking-Events. Preisstufen (Early-Bird, Standard, Last Minute) schaffen Kaufanreize und helfen bei der Planung. Weise Einnahmen durch Ticketing und Sponsoring direkt in der Budgetplanung aus, um den tatsächlichen Finanzbedarf zu sehen.
Ein strukturierter Zeitplan reduziert Stress und macht Abhängigkeiten transparent. Die Organisation eines Events ist ein Projekt wie jedes andere – mit Meilensteinen, Deadlines und klaren Zuständigkeiten.
Plane rückwärts vom Eventdatum:
Bei einem Event am 10. Oktober startest du idealerweise im Januar mit der Planung. Bei Großveranstaltungen entsprechend früher.
Typische Meilensteine im Überblick:

Auch kleinere Events profitieren von klaren Rollen. Ein Eventmanager oder Eventplaner kann nicht alles alleine stemmen – klare Verantwortlichkeiten verhindern, dass wichtige Aufgaben durchs Raster fallen.
Typische Rollen im Projektteam:
Fixiere Verantwortlichkeiten schriftlich in einem einfachen Organisationsplan. Plane regelmäßige Jour-fixe-Termine ein: alle 2 Wochen, ab 8 Wochen vor dem Event wöchentlich.
Beziehe externe Dienstleister (Caterer, Technikfirma, Security, Fotograf) frühzeitig in die Abstimmung ein. Nichts ist ärgerlicher als Last-Minute-Überraschungen, weil Informationen nicht rechtzeitig geflossen sind.
Ein visueller Übersichtsplan (Zeitstrahl oder Kalenderübersicht) hilft, den Gesamtfortschritt zu sehen. Die Veranstaltungsorganisation wird so für alle Beteiligten transparent.
Empfohlene Struktur für Checklisten:
Führe pro Bereich eine eigene To-do-Liste:
Datieren Deadlines klar: „Vertrag Location unterschreiben bis 15.03.” statt vager Formulierungen. Ergänze später Checklisten für den Tag selbst – Technik-Check, Aufbau-Plan, Notfallkontakte gehören dazu.
Der Ort und die Infrastruktur entscheiden maßgeblich über die Qualität des Events. Die Auswahl des Veranstaltungsortes ist eine der wichtigsten Entscheidungen im gesamten Prozesses.
Wichtige Kriterien bei der Location-Auswahl:
Für die Berechnung des optimalen Raumbedarfs nutze unseren Raumbedarf Rechner, der basierend auf Gästeanzahl und Veranstaltungsart die benötigte Quadratmeterzahl ermittelt.
Konkrete Location-Beispiele:
Besichtige mindestens zwei bis drei Locations persönlich und fordere Fotos sowie Raumpläne an. Bei Hybrid- oder Online-Events steht die Übertragungsqualität (Internetbandbreite, Streaming-Technik) im Mittelpunkt.
Der Termin wird erst nach Rückbestätigung der Wunschlocation endgültig fixiert. Prüfe Vertrag und AGB der Location sorgfältig:
Bei Veranstaltungsreihen (Roadshow, Workshop-Serie) blocke frühzeitig mehrere Termine. Bei Open-Air-Events prüfe ein Schlechtwetter-Szenario – Zelt oder Ausweichlocation sollten als Plan B bereitstehen.
Die Technik muss zum Programm passen. Kläre frühzeitig die Anforderungen.
Typische Technikkomponenten:
Bestuhlungsformen und ihre Wirkung:
Das Catering sollte zur Uhrzeit und zum Motto passen. Ein Beispiel: Flying Buffet für After-Work-Events, gesetztes Dinner für eine Gala, Streetfood-Stationen für ein Sommerfest.
Wichtige Catering-Aspekte:
Mobiliar (Bühne, Stehtische, Loungemöbel) und Deko (Blumen, Lichtkonzept, Branding-Elemente) unterstreichen das Motto. Buche Musik (DJ, Band) oder organisiere Playlists mit entsprechenden Lizenzen frühzeitig.

Ein klar strukturiertes Programm und sorgfältige Gästekommunikation bestimmen den Erfolg deiner Veranstaltung. Das Wichtigste: Der Ablauf muss für die Teilnehmenden nachvollziehbar und angenehm sein.
Grundgerüst eines typischen Tagesablaufs:
Plane in Blöcken: „Fachteil am Vormittag”, „Workshops nachmittags”, „Get-together am Abend”. Programmzeiten solltest du realistisch planen – inklusive Puffer für Verspätungen und Wegezeiten. Mehr als gedacht kann schiefgehen.
Marketing und Einladungen startest du so früh, dass die gewünschte Teilnehmerzahl rechtzeitig erreicht wird. Für eine Tagung mit 200 Gästen planst du mindestens 3 Monate Vorlauf für die Kommunikation.
Erstelle eine Event-Website. eine Event Homepage ist wichtig, um die Veranstaltung zu vermarkten und die Teilnehmer zu überzeugen, sie zu besuchen. Webseiten für events können
Die Auswahl der Redner beeinflusst die Attraktivität deines Events erheblich. Prüfe:
Beispielhafter Programmaufbau:
Erstelle zuerst eine klare Gästeliste: interne Teilnehmer, externe Gäste, VIPs, Medienvertreter. Je nach Veranstaltungsart variiert die Zusammensetzung.
Für öffentliche Events empfohlen:
Versende Einladungen per E-Mails mit persönlicher Ansprache für wichtige Gäste. Für die breite Masse funktionieren standardisierte, aber gut gestaltete Newsletter.
Der Marketingmix wird an Zielgruppe und Budget angepasst. Nicht jeder Kanal ist für jede Veranstaltung sinnvoll.
Effektive Kanäle nach Veranstaltungsart:
Rechtliche Vorgaben und Sicherheitsaspekte musst du früh prüfen, um Probleme am Eventtag zu vermeiden. Die Definition der Anforderungen in diesem Bereich schützt dich vor unangenehmen Überraschungen.
Je nach Veranstaltungsart benötigte Genehmigungen:
Versicherungen prüfen und abschließen:
Stimme Sicherheitskonzept und Notfallpläne (Evakuierung, medizinische Versorgung, Brandschutz) mit Location und ggf. Sicherheitsdienst ab. Der Datenschutz muss insbesondere bei Foto- und Videoaufnahmen sowie Online-Registrierung nach DSGVO geregelt sein.
Je nach Saison und Gesundheitslage können freiwillige Hygienemaßnahmen sinnvoll sein und werden von Gästen positiv wahrgenommen.
Konkrete Maßnahmen für mehr Komfort:
Kommuniziere relevante Regeln vorab per Mail und vor Ort per Beschilderung. Plane Pausenlängen so, dass keine Gedränge-Situation an Buffet oder Garderobe entstehen.
Informiere Teilnehmer bei Anmeldung oder vor Ort über Foto- und Videoaufnahmen. Hole Einverständniserklärungen (Opt-in) ein und nutze optische Kennzeichnungen (z.B. farbige Lanyards), falls jemand nicht fotografiert werden möchte.
Für Musik (Live-Acts, Hintergrundmusik, Playlists) sind Lizenzen zu prüfen und anzumelden:
Vereinbare Nutzungsrechte für Präsentationen und aufgezeichnete Vorträge vorab mit Referent:innen. Kläre, ob Produkte oder Materialien gezeigt werden dürfen.
Am Eventtag sind Vorbereitung, Koordination und schnelle Entscheidungen entscheidend. Die Durchführung ist der Moment, in dem sich alle Planungsarbeit auszahlt – oder Lücken offenbart.
Kernprinzipien für den Eventtag:
Verteile den Ablaufplan an alle Beteiligten – Technik, Catering, Security, Moderation. Jeder muss wissen, was wann passiert und wer verantwortlich ist.

Der Check in ist der erste Eindruck, den Gäste von deinem Event bekommen. Organisiere den Einlass professionell:
Hänge gut sichtbare Beschilderung für Räume, Toiletten, Notausgänge, Raucherbereiche und Catering auf. Geschultes Personal (Hostessen, Volunteers) spricht Gäste proaktiv an und unterstützt bei Fragen.
Reduziere Warteschlangen durch zusätzliche Stationen oder gestaffelte Ankunftszeiten (z.B. unterschiedliche Einlass-Zeitfenster auf Tickets).
Vor Einlass werden alle technischen Komponenten getestet: Mikrofone, Präsentationen, Videoeinspielungen, Streaming. Nichts ist peinlicher als technische Pannen vor Publikum.
Checkliste Technik-Check:
Führe ein kurzes Briefing mit Moderator:in, Speaker:innen und Technikteam vor Programmbeginn durch. Bereite einen Plan B für typische Risiken vor: Ersatzmikrofon, Backup-Laptop, alternative Raumaufteilung.
Bei Hybrid-Events muss auch die Online-Teilnahme überwacht werden: Chat, Q&A-Funktion, technischer Support für Remote-Teilnehmende.
Die Eventleitung beobachtet laufend die Situation: Auslastung der Räume, Zufriedenheit beim Catering, Beteiligung an Sessions. Ein guter Veranstalter spürt, wenn etwas nicht stimmt.
Typische Anpassungen während des Events:
Bereite einen kleinen Social-Media-Plan für den Tag vor: Live-Posts, Fotos von Programmpunkten, Zitate von Speakern. Ein emotionaler Abschlussmoment (Dankesworte, Ausblick auf nächstes Event) setzt einen würdigen Schlusspunkt.
Die Arbeit nach dem Event endet nicht mit dem Abbau. Auswertung und Follow-up sind entscheidend für den langfristigen Erfolg und das organisationale Lernen.
Sofort nach dem Event (innerhalb von 48 Stunden):
Kennzahlen dokumentieren:
Lege alle relevanten Unterlagen zentral ab: Verträge, Rechnungen, Ablaufpläne, Präsentationen, Auswertungen. Eine saubere Dokumentation erleichtert die Planung des nächsten Events erheblich.
Content-Nachnutzung maximieren:
Erfolgreiche Programmpunkte oder Formate können für Folgeveranstaltungen übernommen werden. Erstelle einen kompakten Event-Report, der Fakten, Kennzahlen und Learnings zusammenfasst – dieser Teil der Dokumentation bildet die Basis für kontinuierliche Verbesserung.
Wie lange im Voraus sollte ich ein Event planen?
Die Vorlaufzeit hängt von Größe und Komplexität ab: 2–3 Monate reichen für kleinere interne Events wie Team-Workshops. Mittelgroße Firmenfeiern benötigen 6–9 Monate Vorlauf. Große Konferenzen oder Jubiläen sollten 12–18 Monate vorher begonnen werden. Faktoren wie Saison (Sommermonate vs. Dezember sind beliebte Zeiten), Verfügbarkeit der Wunschlocation und Komplexität (Hybrid, mehrere Tage, internationale Gäste) beeinflussen den Vorlauf. Starte lieber früher – das sichert mehr Auswahl bei Dienstleistern und bessere Konditionen.
Wie viele Personen brauche ich im Team, um ein Event zu planen?
Kleine Events können oft von 1–2 Personen mit klaren Zuständigkeiten organisiert werden. Bei größeren Veranstaltungen mit über 100 Gästen ist ein Kernteam aus 3–6 Personen plus zusätzliche Helfer am Eventtag sinnvoll. Für sehr komplexe Events oder wenn intern die Ressourcen fehlen, lohnt sich externe Unterstützung durch spezialisierte Eventagenturen oder erfahrene Freelancer.
Wie gehe ich mit kurzfristigen Absagen von Teilnehmern oder Speakern um?
Bei Teilnehmern helfen klare Stornobedingungen in der Anmeldung (Fristen, ggf. Gebühren), Ausfälle zu managen. Kalkuliere grundsätzlich mit einer No-Show-Rate von 10–20%. Bei kostenfreien Events sollte eine No-Show-Rate von bis zu 30 % berücksichtigt werden. Bei Speakern solltest du immer einen Plan B vorbereitet haben: Ersatzreferent aus dem eigenen Netzwerk, Umwandlung in eine Panel-Diskussion oder verlängerte Fragerunde. Bei Hybrid-Events können spontan Remote-Beiträge per Videocall zugeschaltet werden.
Welche einfachen Tools eignen sich für meine erste Eventplanung?
Für kleine bis mittlere Events reichen oft Standard-Tools: Excel oder Google Sheets für Budget und Zeitplan, Cloud-Ordner (Google Drive, Dropbox) für gemeinsame Unterlagen. Einfache Projektmanagement-Tools wie Trello, Asana oder Notion helfen bei der Aufgabenverwaltung. Für Registrierung und Ticketverkauf eignen sich schlanke Online-Lösungen wie Eventbrite oder Google Forms, die Anmeldedaten automatisch erfassen und exportieren.
Wie kann ich mein Event nachhaltiger gestalten?
Nachhaltigkeitsaspekte lassen sich an vielen Stellen integrieren, etwa durch digitale Tickets statt Papier und E-Mail-Einladungen anstelle von Printprodukten in der Kommunikation, durch regionale und saisonale Speisen, Mehrweg-Geschirr sowie die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung im Catering, durch den Verzicht auf Einweg-Produkte zugunsten hochwertiger wiederverwendbarer Give-aways und durch die Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Shuttle-Services oder Fahrgemeinschaften bei der Anreise. Zudem sollten Nachhaltigkeitsanforderungen bereits bei der Ausschreibung an Dienstleister wie Catering, Dekoration oder Technik formuliert werden, da regionale Anbieter Transportwege reduzieren und gleichzeitig die lokale Wirtschaft unterstützen.
Wie kann ich günstig ein Event eranstalten?
Ein Event lässt sich günstig organisieren, indem man frühzeitig plant, eine kostengünstige oder bereits ausgestattete Location (z. B. Vereinsräume oder Outdoor-Flächen) wählt, die Gästeliste bewusst klein hält und beim Catering auf regionale, saisonale Speisen sowie Snacks statt aufwendige Menüs setzt. Zusätzlich können einfache Techniklösungen wie Playlists statt DJs, DIY-Dekoration, digitale Einladungen und Tickets sowie Kooperationen oder Sponsoren aus der Region die Kosten deutlich senken.
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