Dieser Ratgeber erklärt detailliert, ab wann ein Public Viewing als öffentlich gilt und welche Kosten für FIFA-Lizenzen sowie GEMA- oder AKM-Gebühren anfallen. Ein besonderer Fokus liegt auf den notwendigen Sondergenehmigungen für die Nachtruhe, da viele Spiele der WM 2026 aufgrund der Zeitverschiebung erst spät am Abend ausgestrahlt werden.

Zuletzt aktualisiert: März 2026 – Alle Angaben beziehen sich auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ (11. Juni – 19. Juli 2026).
Du planst zur WM 2026 ein Public Viewing – ob im Vereinsheim, im Biergarten oder auf dem Firmenvorplatz – und fragst dich, welche Lizenzen du brauchst und was das Ganze kostet? Verständlich, denn zwischen FIFA-Reglement, GEMA-Tarifen, AKM-Gebühren und kommunalen Genehmigungen verliert man schnell den Überblick. Dieser Ratgeber erklärt dir Schritt für Schritt, was du anmelden musst, was es kostet und welche Fristen gelten – damit du dich rechtzeitig um die Formalitäten kümmerst und dich dann voll auf das Erlebnis konzentrieren kannst.
Den kompletten Organisations-Guide – von der Standortwahl über Technik bis zur Deko – findest du in unserem Artikel: Public Viewing veranstalten & organisieren.
Wichtig: Dieser Artikel dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Tarife, Gebühren und Regelungen können sich ändern – prüfe immer die aktuellen Angaben direkt bei der jeweiligen Institution.
Bevor du dich um irgendeine Lizenz kümmerst, musst du eine zentrale Frage klären: Ist dein Event öffentlich oder privat? Denn erst ab einer öffentlichen Veranstaltung greifen Lizenz- und Gebührenpflichten.
Eine Veranstaltung ist rechtlich öffentlich, wenn sie einem nicht klar begrenzten Personenkreis zugänglich ist. Fünf Kriterien helfen dir bei der Einordnung:
1. Zugang für Jedermann: Kann theoretisch jede Person teilnehmen – auch ohne persönliche Einladung? Dann ist es öffentlich.
2. Keine persönliche Verbundenheit: Die Gäste kennen sich untereinander nicht oder nur flüchtig? Dann fehlt die private Sphäre.
3. Werbung oder Aushänge: Sobald du Plakate aufhängst, Social-Media-Posts veröffentlichst oder in der Zeitung wirbst, signalisierst du Öffentlichkeit.
4. Ort mit Publikumsverkehr: Biergärten, Restaurants, Vereinsheime mit offener Tür, Marktplätze – all das spricht für öffentlich.
5. Größe des Events: Je mehr Personen, desto schwieriger ist die Argumentation für „privat". Ab ca. 30 Gästen wird es kritisch.
Sportverein: Zeigt ein Verein WM-Spiele im Clubhaus nur für Mitglieder, kann das als nicht-öffentlich gelten. Sobald aber Nicht-Mitglieder kommen dürfen oder Getränke verkauft werden, wird es öffentlich.
Gastro-Betrieb: Eine Bar oder ein Restaurant, das im normalen Geschäftsbetrieb Spiele zeigt, ist grundsätzlich öffentlich. Für die FIFA-Lizenzfrage ist entscheidend, ob zusätzliche Einnahmen generiert werden (Eintritt, Sponsoring, Preisaufschläge).
Firmengelände: Ein reines Mitarbeiter-Event auf dem Werksgelände ohne externe Gäste kann privat sein. Sobald Kunden oder Öffentlichkeit Zugang haben, ändert sich das.
ℹ️ Einzelfälle können abweichen. Im Zweifelsfall kläre die Einstufung mit deiner Kommune oder einem Rechtsanwalt.
Die FIFA regelt für die WM 2026 über ein eigenes Lizenzprogramm, wer Spiele öffentlich zeigen darf. Das Antragsportal ist seit Ende 2025 unter publicviewing.fifa.org online. Die FIFA unterscheidet drei Kategorien:
Nicht-kommerzielles Public Viewing: Kein Eintritt, kein Sponsoring, keine Preisaufschläge – typisch für Vereine, Schulen, Gemeinden oder Gastronomen, die im normalen Betrieb Spiele zeigen. Hier ist weder eine kostenpflichtige Lizenz noch eine Gebühr erforderlich, solange alle FIFA-Regeln eingehalten werden (Live-Übertragung über offizielles TV-Signal, keine Bildmanipulation, keine FIFA-Logos).
Spezielles nicht-kommerzielles Public Viewing: Nicht-kommerzielle Events mit mehr als 5.000 erwarteten Zuschauern benötigen eine kostenlose, aber formale Lizenz über das FIFA-Portal.
Kommerzielles Public Viewing: Sobald du Eintritt verlangst, Sponsoren einbindest, Mindestverzehr festlegst oder anderweitig zusätzliche Einnahmen mit der Übertragung erzielst, brauchst du eine kostenpflichtige FIFA-Lizenz. Das gilt auch, wenn du als Gastronom spezielle „WM-Specials" bewirbst oder Reservierungsgebühren erhebst.
Schritt 1 – Kategorie prüfen: Kläre, ob dein Event kommerziell oder nicht-kommerziell ist (siehe oben).
Schritt 2 – Portal nutzen: Registriere dich auf publicviewing.fifa.org und fülle den Antrag aus. Du brauchst Angaben zu Ort, erwarteter Zuschauerzahl, Datum und kommerzieller Ausrichtung.
Schritt 3 – Medienpartner: In Deutschland laufen die TV-Rechte über ARD, ZDF und MagentaTV, in Österreich über den ORF. Die Lizenz wird in Abstimmung mit diesen Medienpartnern erteilt.
Schritt 4 – Frist einhalten: Beantrage die Lizenz so früh wie möglich – spätestens vier bis sechs Wochen vor dem Event. Für große Events empfiehlt sich ein Vorlauf von drei Monaten.
Die konkreten Lizenzgebühren für die WM 2026 hat die FIFA bisher nicht veröffentlicht. Als Orientierung dient die Gebührenstruktur vergangener Turniere, die sich an der Zuschauerkapazität orientierte:
Bis 300 Personen: Bei rein gastronomischem Betrieb ohne Sponsoring/Eintritt war bei vergangenen Turnieren typischerweise keine Lizenzgebühr fällig.
300–5.000 Personen (kommerziell): Gestaffelte Gebühren je nach Kapazität, üblicherweise im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich.
Über 5.000 Personen: Individuelle Vereinbarung mit der FIFA.
ℹ️ Prüfe die aktuellen Gebühren direkt auf publicviewing.fifa.org. Die endgültigen Tarife für 2026 können von früheren Turnieren abweichen.
Zusätzlich zur FIFA-Lizenz fällt in Deutschland fast immer eine GEMA-Gebühr an. Der Grund: Bei jeder TV-Übertragung läuft Musik – sei es die Nationalhymne, Stadionmusik oder Werbesongs. Diese Musik ist urheberrechtlich geschützt, und die GEMA kassiert als Verwertungsgesellschaft die entsprechenden Lizenzgebühren.
Für Public Viewing kommen je nach Situation zwei Tarife in Frage:
Tarif FS (Fernsehsendungen): Gilt für die öffentliche Wiedergabe von TV-Übertragungen – also den Standardfall beim Public Viewing. Bei Geräten bis 106 cm Bilddiagonale wird pro Gerät abgerechnet. Für Großbildschirme oder Leinwandübertragungen wird nach Veranstaltungsfläche berechnet.
Tarif U-ST (Veranstaltungen im Freien): Kommt zum Einsatz, wenn dein Public Viewing im Freien und ohne Eintrittsgeld stattfindet. Die Gebühr richtet sich nach der Gesamtfläche der Veranstaltung.
Bei Fußball-Großturnieren verhandelt der DEHOGA regelmäßig Sondertarife mit der GEMA, die speziell auf Gastronomen zugeschnitten sind. Frage bei deinem Branchenverband nach, ob es für die WM 2026 einen solchen Sondertarif gibt.
Die genaue Höhe hängt von deiner Veranstaltungsfläche, der Bildschirmgröße und der Dauer ab. Zum 1. Januar 2026 hat die GEMA ihre Tarife angepasst, wobei prozentuale Abgaben auf Eintrittsgelder unverändert blieben. Als grobe Orientierung:
TV-Gerät bis 106 cm in einer Bar: Die GEMA-Gebühr liegt für zwei Monate (Turnierzeitraum) bei rund 30 € – oft noch weniger, wenn du bereits einen bestehenden GEMA-Vertrag hast.
Großbildschirm oder Leinwand: Abrechnung nach Fläche, typischerweise zwischen 50 € und mehreren hundert Euro für den gesamten Turnierverlauf.
Veranstaltung im Freien (ohne Eintritt): Tarif U-ST, ebenfalls flächenabhängig.
Meldest du deine Veranstaltung nicht rechtzeitig an und die GEMA erfährt im Nachhinein davon, drohen Nachzahlungen – oft deutlich teurer als die reguläre Gebühr.
Die GEMA bietet ein Online-Portal, über das du deine Veranstaltung direkt anmelden und die voraussichtlichen Kosten berechnen kannst. Du findest den Rechner und alle Tarife auf gema.de/de/musiknutzer/tarifuebersicht. Die Anmeldung sollte idealerweise vor dem Event erfolgen – nachträgliche Meldungen werden teurer. Auch wir bieten einen GEMA Rechner an, der etwas übersichtlicher ist. Hier findest du schnell den richtigen Tarif für dein Vorhaben.
ℹ️ GEMA-Tarife und Sondertarife können sich kurzfristig ändern. Prüfe immer die aktuellen Konditionen direkt bei der GEMA oder deinem Branchenverband.
In Österreich übernimmt die AKM (Autoren, Komponisten und Musikverleger) die Rolle der GEMA. Jede öffentliche Aufführung von urheberrechtlich geschützter Musik ist meldepflichtig – das umfasst auch die Musik, die bei einer TV-Übertragung von WM-Spielen läuft.
Die AKM unterscheidet zwischen Dauerveranstaltungen (z. B. regelmäßige TV-Übertragungen in der Gastronomie) und Einzelveranstaltungen. Für Public Viewing gelten folgende Grundregeln:
Gastronomie mit bestehendem AKM-Vertrag: Wer bereits einen laufenden Lizenzvertrag für TV-Wiedergabe hat, muss Änderungen (z. B. Leinwand statt TV) der AKM melden. Bei Fernsehwiedergabe mit einer Projektionsfläche über 1,3 m Breite kann ein Zuschlag von 100 % anfallen.
Einzelveranstaltung: Die Anmeldung muss spätestens drei Werktage vor dem Event online auf akm.at erfolgen. Die Gebühr berechnet sich je nach Fassungsvermögen, Eintrittspreis und Art der Veranstaltung.
Vereine & gemeinnützige Organisationen: Die Dachverbände (SPORTUNION, ASKÖ, ASVÖ) haben Rahmenverträge mit der AKM, die ermäßigte Tarife ermöglichen. Mitglieder des Veranstalterverbands Österreich (VVAT) erhalten bis zu 40 % Ermäßigung auf die autonomen Tarife.
Renty bietet hierfür einen eigenen AKM Rechner an, wo du schnell den richtigen Tarif für dein Vorhaben findest.
Den genauen Tarif für deine Situation kannst du über das Service-Center der AKM klären oder direkt online auf akm.at/musiknutzende prüfen.
Die AKM bietet auf akm.at eine Übersicht aller aktuellen Tarife und Verträge. Für Einzelveranstaltungen nutzt du das Online-Anmeldeformular unter „Musiknutzende".
Und die Schweiz? Wenn du in der Schweiz ein Public Viewing veranstaltest, ist die SUISA (Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke) dein Ansprechpartner. Die Tarifstruktur ähnelt der von GEMA und AKM, aber die konkreten Sätze unterscheiden sich. Infos findest du auf suisa.ch.
ℹ️ AKM-Tarife können je nach Veranstaltungsart, Fassungsraum und Vereinsmitgliedschaft stark variieren. Kläre deinen konkreten Fall direkt bei der AKM.
Neben FIFA-Lizenz und GEMA/AKM brauchst du je nach Größe und Ort deines Events auch kommunale Genehmigungen:
In Deutschland: Das zuständige Ordnungsamt (oder Amt für öffentliche Ordnung) ist dein Hauptansprechpartner. Für größere Veranstaltungen im Freien brauchst du oft eine Veranstaltungsanmeldung, ggf. ein Sicherheitskonzept und eine Abstimmung mit Feuerwehr und Polizei.
In Österreich: Anmeldung bei der Bezirksverwaltungsbehörde (Magistrat oder Bezirkshauptmannschaft). Je nach Bundesland gelten unterschiedliche Veranstaltungsgesetze. In der Steiermark beispielsweise regelt das Steiermärkische Veranstaltungsgesetz die Meldepflichten.
Brandschutz: Auch für kleinere Events gilt: Fluchtweg freihalten, Feuerwehrzufahrt sichern, und bei Einsatz von Nebelmaschinen oder Pyrotechnik die Feuerwehr informieren.
Die WM 2026 wird zur Nachtruhe-Herausforderung: Die Spiele finden in Nordamerika statt, und durch die Zeitverschiebung von sechs bis neun Stunden beginnen viele Partien erst am späten Abend oder nachts. Deutschlands Gruppenspiele starten um 19:00 und 22:00 Uhr MESZ – letztere enden frühestens gegen Mitternacht. In der K.o.-Phase sind Anstöße um 23:00 Uhr oder sogar 2:00–3:00 Uhr morgens möglich.
Die gesetzliche Nachtruhe gilt in Deutschland grundsätzlich ab 22:00 Uhr (Immissionsrichtwert: 55 dB tagsüber, 40 dB nachts in Mischgebieten). In Österreich variieren die Ruhezeiten je nach Bundesland. Für die WM 2026 könntest du daher eine Sondergenehmigung (Ausnahmebewilligung) für die Nachtruhe benötigen.
So gehst du vor: Stelle den Antrag auf Sondergenehmigung mindestens vier bis acht Wochen vor dem Event bei deiner Kommune. Beschreibe Anlass, Dauer und geplante Maßnahmen zur Lärmminimierung (z. B. gerichtete Beschallung, Lautstärkebegrenzung, frühzeitiges Absperren des Biergartens nach Spielende).
Bei früheren Turnieren (z. B. EM 2024 in Deutschland) wurden Ausnahmeregelungen erlassen, die Open-Air-Übertragungen auch nach 22:00 Uhr erlaubten. Ob es für die WM 2026 bundesweite Regelungen gibt, steht noch nicht fest – plane daher sicherheitshalber mit einer individuellen Sondergenehmigung.
Alle Details zu Lärmschutz, Dezibel-Richtwerten und Nachbarn-Kommunikation findest du in unserem WM-Planer: WM 2026 Public Viewing Planer.
ℹ️ Lärmschutzregelungen sind Sache der Kommunen bzw. Bundesländer. Was in Graz gilt, kann in München anders sein. Informiere dich immer lokal.
Tipp: Drucke dir diese Tabelle aus und hake jeden Punkt ab, sobald er erledigt ist.
(Diese FAQ eignen sich für FAQ-Schema-Markup / Strukturierte Daten)
Brauche ich für 30 Leute im Garten eine Lizenz?
Wenn du eine rein private Feier mit 30 Freunden im eigenen Garten veranstaltest und keinen Eintritt verlangst, brauchst du in der Regel weder eine FIFA-Lizenz noch GEMA/AKM. Sobald du aber öffentlich einlädst (z. B. Social-Media-Post für das ganze Viertel), ändert sich die Lage. Im Zweifel: Melde die Veranstaltung lieber an – das ist günstiger als eine Nachmeldung.
Was passiert, wenn ich die GEMA-Anmeldung vergesse?
Die GEMA ist berechtigt, bei nicht angemeldeten Veranstaltungen den doppelten Tarifsatz plus Kontrollspesen zu berechnen. In Österreich gilt dasselbe für die AKM. Nachzahlen ist also immer deutlich teurer als die rechtzeitige Anmeldung. Das gilt übrigens auch für kleine Events in der Gastronomie.
Gilt die FIFA-Lizenz für alle WM-Spiele oder nur für einzelne?
Bei vergangenen Turnieren wurde die Lizenz für den gesamten Turnierverlauf und einen festen Standort ausgestellt – du musstest also nicht für jedes einzelne Spiel einen separaten Antrag stellen. Wenn du allerdings den Standort wechselst, brauchst du eine neue Lizenz. Prüfe die aktuellen Regelungen auf dem FIFA-Portal.
Darf ich FIFA-Logos und WM-Branding verwenden?
Nein. Die Marken, Logos und die offizielle Schriftart der FIFA sind urheberrechtlich geschützt. Verwende in deiner Bewerbung neutrale Begriffe wie „Fußball-Abend", „Sommer-Kick" oder „WM-Party" statt „FIFA World Cup". Ländernamen in Textform (z. B. „Deutschland vs. Ecuador") sind erlaubt, Teamlogos dagegen nicht.
Was kostet ein Public Viewing insgesamt an Gebühren?
Für ein typisches nicht-kommerzielles Public Viewing in der Gastronomie (Leinwand, ohne Eintritt, ohne Sponsoring) rechne mit ca. 30–150 € für die GEMA (DE) bzw. einem vergleichbaren AKM-Betrag (Österreich) plus ggf. kommunale Gebühren. Die FIFA-Lizenz entfällt in diesem Szenario. Konkrete Zahlen hängen immer von Größe, Ort und Ausgestaltung ab.
Die Lizenz- und Gebührenlage beim Public Viewing klingt auf den ersten Blick kompliziert, lässt sich aber in klare Schritte zerlegen: Erst die öffentlich-privat-Frage klären, dann FIFA-Kategorie bestimmen, GEMA oder AKM anmelden und die lokale Genehmigung einholen. Die WM 2026 bringt durch die späten Anstoßzeiten eine zusätzliche Hürde – die Sondergenehmigung für die Nachtruhe. Plane deshalb früh, dann steht deinem WM-Erlebnis nichts mehr im Weg.
Den vollständigen Leitfaden zur Organisation deines Events – inklusive Standortwahl, Technik-Setup und Deko-Ideen – findest du hier: Public Viewing veranstalten & organisieren.
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Brauche ich für 30 Leute im Garten eine Lizenz?
Wenn du eine rein private Feier mit 30 Freunden im eigenen Garten veranstaltest und keinen Eintritt verlangst, brauchst du in der Regel weder eine FIFA-Lizenz noch GEMA/AKM. Sobald du aber öffentlich einlädst (z. B. Social-Media-Post für das ganze Viertel), ändert sich die Lage. Im Zweifel: Melde die Veranstaltung lieber an – das ist günstiger als eine Nachmeldung.
Was passiert, wenn ich die GEMA-Anmeldung vergesse?
Die GEMA ist berechtigt, bei nicht angemeldeten Veranstaltungen den doppelten Tarifsatz plus Kontrollspesen zu berechnen. In Österreich gilt dasselbe für die AKM. Nachzahlen ist also immer deutlich teurer als die rechtzeitige Anmeldung. Das gilt übrigens auch für kleine Events in der Gastronomie.
Gilt die FIFA-Lizenz für alle WM-Spiele oder nur für einzelne?
Bei vergangenen Turnieren wurde die Lizenz für den gesamten Turnierverlauf und einen festen Standort ausgestellt – du musstest also nicht für jedes einzelne Spiel einen separaten Antrag stellen. Wenn du allerdings den Standort wechselst, brauchst du eine neue Lizenz. Prüfe die aktuellen Regelungen auf dem FIFA-Portal.
Darf ich FIFA-Logos und WM-Branding verwenden?
Nein. Die Marken, Logos und die offizielle Schriftart der FIFA sind urheberrechtlich geschützt. Verwende in deiner Bewerbung neutrale Begriffe wie Fußball-Abend, Sommer-Kick oder WM-Party statt FIFA World Cup. Ländernamen in Textform (z. B. Deutschland vs. Ecuador) sind erlaubt, Teamlogos dagegen nicht.
Was kostet ein Public Viewing insgesamt an Gebühren?
Für ein typisches nicht-kommerzielles Public Viewing in der Gastronomie (Leinwand, ohne Eintritt, ohne Sponsoring) rechne mit ca. 30–150 € für die GEMA (DE) bzw. einem vergleichbaren AKM-Betrag (Österreich) plus ggf. kommunale Gebühren. Die FIFA-Lizenz entfällt in diesem Szenario. Konkrete Zahlen hängen immer von Größe, Ort und Ausgestaltung ab.
Ab wann gilt ein Public Viewing rechtlich als kommerziell?
Die Einstufung, ob eine Veranstaltung kommerziell ist oder nicht, hängt von der FIFA und den Verwertungsgesellschaften wie GEMA oder AKM ab und folgt einer strengen Definition. Ein Public Viewing gilt sofort als kommerziell, wenn für den Zugang zum Gelände Eintrittsgelder oder verpflichtende Unkostenbeiträge verlangt werden oder wenn Sponsoren das Event finanziell unterstützen und dafür im Rahmen der Übertragung werblich in Erscheinung treten. Ebenso wird eine gewerbliche Absicht unterstellt, wenn die Veranstaltung primär dazu dient, Produkte zu bewerben oder Neukunden zu gewinnen, was über den alltäglichen Geschäftsbetrieb hinausgeht. In all diesen Fällen ist eine kostenpflichtige Lizenz zwingend erforderlich, deren Preis sich meist nach der maximalen Zuschauerkapazität richtet. Der gewöhnliche Verkauf von Speisen und Getränken durch einen Gastronomen wird hingegen meist noch als nicht-kommerziell gewertet, solange keine zusätzlichen Sponsorengelder fließen oder Eintritt erhoben wird. Da die Übergänge oft fließend sind, empfiehlt es sich bei der WM 2026, den Event-Typ vorab im offiziellen FIFA-Portal prüfen zu lassen.
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