Simon Illedits ist Mitgründer von Renty und schreibt im Renty Ratgeber über Veranstaltungstechnik. Er verantwortet Auswahl und Prüfung des gesamten Mietbestands an Ton, Licht und Medientechnik. Sein Schwerpunkt liegt darauf, wie sich Technik richtig dimensionieren und ohne Vorkenntnisse aufbauen lässt.

Simon Illedits ist Mitgründer von Renty und verantwortet das Produktsortiment: welche Geräte in den Mietbestand kommen, wie sie geprüft und gewartet werden und wie die Plug and Play Pakete zusammengestellt sind. Sein Zugang zur Technik ist älter als Renty. Er hat als Jugendlicher Hi-Fi-Anlagen und Verstärker gebaut und legt seit über acht Jahren als DJ auf, überwiegend auf privaten Feiern und Firmenevents.
2022 hat er Renty zusammen mit André Deutsch und Jakob Puck in Graz gegründet. Bei der Auswahl der Geräte achtet er darauf, dass sie ohne Einweisung bedienbar bleiben, weil die meisten Kunden keine Techniker sind, sondern ihre eigene Feier ausrichten. Marken wie HK Audio, LD Systems, SOUNDBOKS, JBL und Pioneer DJ sind aus genau diesem Auswahlprozess heraus im Sortiment.
Im Renty Ratgeber schreibt Simon über Veranstaltungstechnik: Dimensionierung von Musikanlagen nach Raumgröße und Gästezahl, Aufstellung von Lautsprechern, Lichtstimmung und Nebel, Beamer und Leinwand sowie Stromversorgung. Er benennt dabei auch Grenzen, etwa dass Beamer bis rund 5.200 Lumen bei vollem Tageslicht nicht mehr mithalten.

Draußen entscheidet die Dämmerung über das Bild, nicht die Auflösung. Für ein rund 4 Meter breites Bild reicht nach Ende der Dämmerung ein Heimkino-Beamer mit etwa 2.500 ANSI-Lumen. In der Dämmerung braucht es rund 5.000 und damit einen Präsentationsbeamer, im hellen Schatten rund 9.000. Weil sich der Sonnenuntergang zwischen Juni und Dezember um rund fünf Stunden verschiebt, steht die Startzeit vor der Gerätewahl.

Am zuverlässigsten ist das Kabel: USB-C auf HDMI für Android-Handys mit Videoausgabe und iPhones ab dem 15er, der Lightning Digital AV Adapter für ältere iPhones. Kabellos spiegelt das iPhone per AirPlay, bei iPhone 16e, 17e und Air ist das sogar der einzige Weg. Android-Handys spiegeln je nach Hersteller über die Funktion Smart View, Bildschirm übertragen oder Screen Mirroring, Bluetooth überträgt dagegen nur Ton. Netflix und andere Streaming-Apps bleiben beim Spiegeln oft schwarz, für einen Filmabend gehört deshalb ein Kabel dazu.

Ein DJ-Pult für Anfänger ist heute fast immer ein DJ-Controller mit zwei Decks, der per USB am Laptop die DJ-Software steuert. Brauchbare Geräte liegen zwischen 100 und 350 Euro, am häufigsten genannt wird der Pioneer DJ DDJ-FLX4. Zur Grundausstattung gehören aber vier Teile: Controller, Laptop mit Software, geschlossene Kopfhörer und eine Beschallung. Der Controller selbst macht keinen Ton und beim ersten Auftritt ist die Anlage der größere Posten.

Für Halloween zählt nicht die Maschine, sondern die Szene. Bodennebel kriecht über Weg und Grabsteine und bleibt unten. Klassischer Nebel füllt den Raum und macht farbige Lichtkegel sichtbar. Für Hexenkessel und Kürbis reicht ein kleiner Ultraschall-Vernebler. Draußen brauchst du mehr Leistung, weil Wind den Nebel wegträgt.

Ein DJ-Tisch muss drei Dinge können: auf deiner Arbeitshöhe stehen, das Gewicht des Setups ohne Wackeln tragen und die Kabel aus dem Blickfeld halten. Für die Höhe rechnest du Körpergröße mal 0,62 und ziehst die Bauhöhe deines DJ-Pults ab. Bei den meisten Menschen landet das bei 90-100 cm, gängige Modelle liegen laut Hersteller bei 89-97 cm. Die Bauform vom Klapptisch bis zum festen Möbel wählst du nach Budget, Transportweg und Anlass. Eine Bierzeltgarnitur steht mit rund 78 cm deutlich zu tief und federt unter dem Gewicht.

Licht auf einer Feier arbeitet auf drei Ebenen: Grundlicht für den Raum, Akzentlicht für Wände und Deko, Effektlicht für die Tanzfläche. Uplights und PAR-Scheinwerfer liefern die Fläche, eine LED-Bar deckt mehrere Effekte auf einem Stativ ab, Moving Heads bringen Bewegung dazu. Für eine normale Feier reichen zwei Ebenen, etwa Uplights an den Wänden und eine LED-Bar für die Tanzfläche.

Eine PA-Anlage ist eine Beschallungsanlage, die Sprache und Musik für ein Publikum hörbar macht. PA ist die Abkürzung für Public Address, also die Ansprache an viele Menschen. Sie besteht aus einer Quelle, einem Mischpult und Lautsprechern mit Verstärker. Gebaut wird sie als Kompakt-PA, als Säulen-PA und als Topteile mit Subwoofer. Welche Bauform passt, entscheidet die Gästezahl und nicht der Preis.

Wer in Österreich öffentlich Musik spielt, kommt an der AKM nicht vorbei: egal ob Live-Band, DJ oder Spotify-Playlist. Dieser Leitfaden erklärt dir, wann AKM-Gebühren anfallen, wie sich die Tarife nach Fläche, Eintritt und Veranstaltungsart berechnen und wie du dein Event spätestens drei Tage vor Beginn rechtssicher anmeldest, um Nachzahlungen und Zuschläge zu vermeiden.

Beim Zocken auf der Leinwand entscheidet der Input Lag, nicht die Auflösung. Unter 20 Millisekunden merkst du nichts, ab 70 fühlt sich die Steuerung träge an, und der Gaming-Modus im Menü bringt fast immer den größten Sprung. Ein Gaming-Beamer mit sauberem Gaming-Modus und Full HD schlägt damit jeden 4K-Beamer ohne. 4K mit 120 Hz klingt im Datenblatt stark, wird an aktuellen Spielekonsolen aber nur in wenigen Titeln ausgereizt.

Soundboks 3 und Soundboks 4 teilen sich Verstärker, Bestückung, Maße und maximale Lautstärke. Unterschiedlich sind Akkulaufzeit bei voller Lautstärke, Ladezeit, Klangabstimmung und der USB-C-Ausgang. Der Vergleich stellt alle Herstellerangaben nebeneinander und sagt, welches Modell zu welchem Einsatz passt.

Mobile Beschallungsanlagen gibt es als Trolley mit Funkmikrofon, kompakte Akkubox, Akku-Säule oder Partybox. Welche passt, entscheidet der Einsatz und nicht die Wattzahl. Für Sprache reichen 20-50 Watt und ein zuverlässiges Funkmikrofon, für Musik brauchst du bei derselben Personenzahl das Fünf- bis Zehnfache. Die Akkulaufzeit im Datenblatt gilt meist für mittlere Lautstärke, bei voller Lautstärke bleiben oft nur 3-6 Stunden.

Für Terrasse und Garten passen wetterfeste Außenlautsprecher oder ein Bluetooth-Lautsprecher mit Akku. Eine Outdoor Musikanlage für die Feier ist dagegen eine mobile Aktivbox mit Reserve, weil draußen Wände und Decke fehlen. Der Pegel fällt dort mit jeder Verdopplung der Entfernung um rund 6 dB und kommt nirgends zurück. Plane deshalb eine Leistungsstufe größer als im Raum und stelle lieber zwei mittlere Boxen auf als eine große.
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