17.006 Euro. So hoch lag das durchschnittliche Hochzeitsbudget in Deutschland im Jahr 2026 nach dem Bridebook-Report, ausgewertet im Ratgeber der Sparkasse. Mit Flitterwochen und Verlobungsring waren es 20.263 Euro. Die ING nennt für 2025 einen Schnitt von 15.629 Euro. Als realistische Spanne gilt dort 10.000-22.000 Euro.
Der Rechner oben kommt bei 80 Gästen auf 17.035 €. Gerechnet sind dabei genau die Posten aus dem Bridebook-Report, ohne Zuschlag für den Samstag und ohne Puffer. Das sind 29 Euro Unterschied zum gemessenen Durchschnitt. Die Marktspannen hinter diesem Rechner sind also an einer echten Erhebung geeicht und nicht geschätzt.
Auch Posten für Posten liegen beide Rechnungen nah beieinander. Der größte Block ist in der Erhebung die Hochzeitslocation mit 8.568 Euro, allerdings ist darin das Catering enthalten, davon allein 3.947 Euro für den Empfang. Bei den Pauschalposten lässt sich direkt vergleichen.
28 Prozent der Paare bleiben unter 10.000 Euro. Das ist die wichtigste Zahl der ganzen Erhebung, weil sie zeigt: Der Durchschnitt ist kein Maßstab. Gut jedes vierte Paar feiert für weniger als ein Drittel dessen, was überall als durchschnittliche Hochzeitskosten steht.
Wie sich das Geld auf die Kostenfaktoren verteilt, ist dagegen stabil. Die gängigen Marktübersichten nennen für jeden Bereich einen ähnlichen Anteil. Dieser Rechner liegt bei allen Kostenpunkten darin, mit einer Ausnahme.
Die Ausnahme ist die Veranstaltungstechnik. In keiner der großen Übersichten steht sie als eigener Posten, obwohl jede Hochzeitsfeier Ton für die Reden und Licht für den Abend braucht. Meist steckt sie in der Gage des DJs oder wird kurzfristig dazugebucht. Genau deshalb steht sie hier als eigene Zeile.
Zwischen 210 € und 696 € pro Gast, je nachdem wie viele Leute kommen. Je größer die Feier, desto weniger kostet jeder Einzelne. Der Grund ist einfach: Brautkleid, Trauringe, Fotograf und Trauung kosten dasselbe, egal ob 20 oder 200 Gäste am Tisch sitzen. Nur Essen, Getränke, Torte und Gastgeschenke wachsen mit.

Essen und Trinken sind immer der größte Kostenblock. Bei 80 Gästen sind es 8.600 € für Catering, Getränke und Torte zusammen, das ist gut ein Drittel des ganzen Budgets. Erst danach kommen Location, Fotograf und Brautkleid. Wer an der Deko spart, bewegt wenig, wer die Gästeliste kürzt, sofort viel.

Getränke sind der Posten, bei dem sich Paare am häufigsten verrechnen, weil niemand weiß, wie viel 80 Leute an einem langen Abend wirklich trinken. Wie viele Kisten Bier, Wein und Wasser ihr braucht, rechnet der Getränkerechner nach Gästezahl und Dauer aus.
Weil er drei Dinge mitrechnet, die in der Durchschnittsstatistik fehlen. Der Weg von 17.006 Euro zu 23.285 € lässt sich Schritt für Schritt nachvollziehen.
Papeterie, Technik, Trinkgelder und Standesamtsgebühren tauchen in kaum einer Kostenübersicht auf, bezahlt werden sie trotzdem. Der Samstag in der Hauptsaison ist der Normalfall und kein Sonderfall. Und ein Puffer von 10 Prozent ist keine Vorsicht, sondern Erfahrung. Wer diese vier Zeilen kennt, kann jede Zahl im Netz einordnen.
2.583 € bei 80 Gästen. Das ist mehr, als die meisten Paare mit dem Streichen einzelner Posten je erreichen. Location, Caterer, Fotografen und DJs rufen für einen Samstag im Sommer die höchsten Preise auf, weil dann alle heiraten wollen.
Andere Übersichten nennen für die Nebensaison 3.000-5.000 Euro Ersparnis, also mehr. Der Unterschied ist erklärbar: Dort wird meist zugleich eine günstigere Hochzeitslocation angenommen. Hier bleibt die Location dieselbe und nur der Termin ändert sich. Wer beides dreht, landet in dieser Größenordnung.
Der Rechner legt den Aufschlag nur auf die Posten, die wirklich vom Termin abhängen. Brautkleid, Trauringe, Anzug und Papeterie kosten am Freitag im November genauso viel wie am Samstag im Juli.
Die standesamtliche Trauung ist der günstigste Teil der ganzen Hochzeit. Die Sparkasse nennt für Standesamt und Dokumente 100-350 Euro, je nach Gemeinde, Trauort und Uhrzeit. Ein Trauredner für eine freie Trauung liegt bei 800-2.000 Euro.
Wichtig und in vielen Rechnern falsch: Eine kirchliche oder freie Trauung ersetzt das Standesamt nicht, sie kommt dazu. In Deutschland und in Österreich ist die standesamtliche Eheschließung die einzige rechtsgültige Form. Dieser Rechner addiert deshalb immer beides.
In derselben Größenordnung wie in Deutschland. Eine belastbare Erhebung in der Qualität des Bridebook-Reports gibt es für Österreich nicht, die verfügbaren österreichischen Übersichten nennen für 80 Gäste 20.000-35.000 Euro und 100-400 Euro pro Person. Das deckt sich mit der Spanne, die dieser Rechner für 80 Gäste ausgibt.
Zwei Unterschiede sind real. Erstens setzt in Österreich jede Gemeinde die Gebühren für die Eheschließung selbst fest, ein Blick auf die Seite des zuständigen Standesamts ersetzt hier jede Schätzung. Zweitens heißt die Verwertungsgesellschaft für Musik nicht GEMA, sondern AKM. Wer in einer gemieteten Location feiert und Musik spielt, meldet die Feier dort an. Bei einer geschlossenen Familienfeier im privaten Kreis fällt in der Regel nichts an, bei einer angemieteten Halle mit offener Gästeliste schon.
Vier Posten fehlen fast immer in der ersten Aufstellung. Zusammen sind das bei 80 Gästen schnell vierstellig.
Fünf Kostenfaktoren sind abgeschaltet, weil sie nicht zu jeder Hochzeit gehören. Sie lassen sich mit einem Tipp zuschalten, und dann steht sofort im Überblick, was sie ausmachen.
Die Hochzeitsplanung ist der größte dieser Posten und zugleich der am meisten unterschätzte. Ein Hochzeitsplaner kostet Geld, spart aber Zeit und fängt am Hochzeitstag die Überraschungen ab, die sonst beim Brautpaar landen. Wer beides nicht braucht, lässt den Posten aus.
Heute meistens das Brautpaar selbst, oft mit einem Zuschuss der Eltern. Die alte Regel, nach der die Familie der Braut das Fest bezahlt, spielt in Deutschland und Österreich kaum noch eine Rolle. Verbreitet ist ein fester Beitrag beider Elternpaare oder die Übernahme einzelner Kostenpunkte, etwa der Getränke oder der Hochzeitstorte.
Rechnet Geldgeschenke nicht ein. Sie kommen nach der Feier und decken meist einen Teil der Kosten, aber niemand weiß vorher, wie viel. Wer sie fest einplant, finanziert die eigene Hochzeit auf Verdacht.
Drei Regler bewegen mehr als alle anderen zusammen. Der größte ist der Anspruch: Stellt ihr alle Posten von klassisch auf sparsam, fällt die Summe um 10.941 €. Der zweitgrößte ist die Gästezahl, zwanzig Namen weniger sparen 3.121 €. Der dritte ist der Termin, ein Freitag in der Nebensaison bringt 2.583 €. Alles andere bleibt im dreistelligen Bereich. Selbst gemachte Deko, Papeterie, Torte und Gastgeschenke zusammen kommen auf 2.007 € und damit auf weniger, als zwanzig Namen weniger auf der Gästeliste bringen. Wie ihr diese Hebel in der Praxis zieht, ohne dass es nach Sparen aussieht, steht im Ratgeber zur Low-Budget-Hochzeit.
Bei der Musik gibt es eine Zwischenstufe, die viele nicht kennen. Statt eines DJs für 1.440 € könnt ihr eine eigene Playlist über eine gemietete Anlage laufen lassen, im Rechner senkt das die Summe um 891 €. Das funktioniert, wenn jemand aus dem Freundeskreis den Abend im Blick behält. Ohne diese Person geht es schief. Was dabei wirklich auf euch zukommt, steht im Ratgeber Hochzeit ohne DJ.
Nicht sparen solltet ihr an zwei Stellen: am Fotografen, weil der Tag danach nur noch auf den Bildern existiert, und an der Raumgröße. Zu wenig Fläche merkt jeder Gast den ganzen Abend. Wie viele Quadratmeter ihr für eure Gästezahl und eure Bestuhlung braucht, rechnet der Raumbedarf-Rechner aus.
Die Budgetplanung beginnt mit zwei Angaben: der Gästezahl und dem Stil der Hochzeit. Beides steht deshalb ganz oben. Jede Position hat danach eine Marktspanne für drei Anspruchsstufen. Der Rechner nimmt die Mitte dieser Spanne. Tragt ihr bei einer Position euer eigenes Angebot ein, ersetzt eure Zahl die Spanne vollständig.
Die Marktspannen stammen aus dem Bridebook-Report 2026 in der Auswertung der Sparkasse, aus der Übersicht der ING und aus einer österreichischen Marktzusammenstellung. Die Spannen für Veranstaltungstechnik und Fotobox kommen aus unseren eigenen aktuellen Mietpreisen. Alle Beträge sind Bruttopreise. Der Rechner ist eine Schätzung und ersetzt kein Angebot.
Rechnet mit 291 € pro Gast bei klassischem Anspruch, also 23.285 € bei 80 Gästen. Wer sparsam plant, kommt bei derselben Gästezahl auf 12.344 €. Legt die Zahl fest, bevor ihr die Gästeliste schreibt, nicht danach.
Rund 26.406 € bei klassischem Anspruch an einem Samstag in der Hauptsaison, das sind 264 € pro Gast. Die realistische Spanne reicht von 18.297 € bis 34.515 €, je nachdem wie teuer Location und Catering vor Ort sind.
Rund 18.603 €, also 372 € pro Gast. Andere Quellen nennen für 50 Gäste etwa 15.000 Euro. Die Differenz sind der Samstagszuschlag, der Puffer und vier Posten, die dort fehlen. Der Betrag je Gast liegt höher als bei 100 Gästen, weil Kleid, Ringe und Fotograf gleich viel kosten.
Der Rechner setzt bei klassischem Anspruch 72 € pro Gast für das Essen und 30 € für die Getränke an, zusammen also 102 €. In der sparsamen Stufe sind es rund die Hälfte, in der gehobenen etwa das Doppelte.
10-15 Prozent gelten als Richtwert, dieser Rechner nimmt 10 Prozent, bei 80 Gästen also 2.117 €. Der Puffer ist kein Sicherheitsabstand für den Notfall, er wird fast immer gebraucht: für Änderungen am Kleid, Porto, Trinkgelder und Dienstleister, die länger bleiben als gebucht.
Eine Feier, bei der die teuren Posten bewusst gestrichen oder ersetzt werden statt nur gekürzt. Im Rechner entspricht das der Stufe sparsam an einem Freitag in der Nebensaison: 10.835 € bei 80 Gästen. Erreicht wird das über einen Saal statt einer Eventlocation, ein Buffet statt eines Menüs, eine Playlist über gemietete Technik statt eines DJs und eine kürzere Gästeliste.
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