
Carpe Noctem ist eines der größeren Kollektive in Graz für Techno, Trance und Drum and Bass. Am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, hat das Team den Nachmittag im Parkhouse bespielt, einem Lokal im Grazer Stadtpark mit großer Terrasse und Freifläche. Angekündigt war der größte Gratis-Rave der Stadt, Beginn um 16 Uhr, kein Eintritt, keine Anmeldung.
Genau diese Kombination macht die Planung schwierig. Ohne Ticket weiß niemand vorher, ob 400 Leute kommen oder 2.500. Gekommen sind nach Angaben der Veranstalter über 2.500, deutlich mehr als das Team selbst erwartet hatte. Renty war als Ausstatter dabei und für Ton, Licht, Lieferung, Aufbau und Abbau zuständig.
Auf der Tonseite stand eine PA mit vier 18-Zoll-Subwoofern und passenden Tops von RCF. Eine offene Fläche schluckt Schall, es gibt keine Wände, die zurückwerfen, und der Park ist breiter als tief. Mit vier Subs liegt das Fundament auch dann noch unter der Musik, wenn vorne zweitausend Leute stehen. Wie man die Größe einer Anlage an Fläche und Publikum anpasst, steht im Guide zur Festival-Vorbereitung.

Der auffälligere Teil war das Licht. Hinter dem DJ-Bereich steht ein alter Baum, und in diesem Baum hängen am Ende rund 45 Meter LED-Röhren und LED-Streifen. Ein Techniker ist mit der Leiter hinaufgestiegen und hat sie mit Kabelbindern an den Ästen verteilt. Alles steuerbar, alles auf die Musik reagierend. Aus der Distanz sieht man keine Geräte, sondern leuchtende Linien im Blätterdach. Welche Lichtarten sich wofür eignen, steht im Ratgeber zu Beleuchtung und Effekten.


Der Rave startete um 16 Uhr, die Sonne ging in Graz an diesem Tag kurz vor 21:00 Uhr unter. Von sechs Stunden draußen war also nur die letzte wirklich dunkel. Das klingt banal, wird aber regelmäßig falsch geplant: Wer im Hochsommer das halbe Budget in Licht steckt und beim Ton spart, hat fünf Stunden lang eine dünne Anlage und eine Stunde lang eine schöne Show. Umgekehrt trägt der Ton den ganzen Nachmittag, und das Licht setzt am Schluss den Schlusspunkt.
Aufgebaut werden muss beides trotzdem vorher. Die LED-Installation im Baum lässt sich nicht im Dunkeln nachrüsten, wenn unten schon zweitausend Leute stehen. Wer ein Open Air im Sommer plant, findet die Reihenfolge im Ratgeber zum Open Air Rave.
Der Aufbau hat rund 4 Stunden gedauert. Das klingt nach wenig, ist aber die realistische Rechnung für eine Fläche ohne feste Infrastruktur: anliefern über den Park, Kabelwege legen, die Anlage stellen und ausrichten, das Licht in die Höhe bringen, alles prüfen, bevor die ersten Gäste da sind. Der Abend draußen selbst dauert sechs Stunden.
Um 22 Uhr endete der Open-Air-Teil und drinnen ging es weiter bis open end. Im Stadtgebiet ist das die übliche Grenze für Musik im Freien und keine Besonderheit dieses Abends. Praktisch heißt das: zwei Bereiche, zwei Setups und ein sauberer Übergang. Betreut wurde der Abend vom Team vor Ort, in Graz ist Renty seit der Gründung ansässig, siehe Standort Graz.

Welche Technik hat Renty für den Gratis-Rave im Parkhouse Graz gestellt?
Renty hat den Ton und das Licht geliefert, aufgebaut und betreut. Auf der Tonseite stand eine PA mit vier 18-Zoll-Subwoofern und passenden Tops von RCF, dazu kamen rund 45 Meter LED-Röhren und LED-Streifen, die im Baum hinter dem DJ-Bereich montiert wurden. Lieferung, Aufbau und Abbau waren Teil der Leistung.
Wie lange dauert der Aufbau bei einem Open Air im Park?
Im Parkhouse waren es rund 4 Stunden für sechs Stunden Programm draußen. Auf einer Fläche ohne feste Infrastruktur kommen Anlieferung, Kabelwege, das Stellen und Ausrichten der Anlage und die Montage des Lichts in der Höhe zusammen. Wer nur die Veranstaltungszeit plant, unterschätzt den Tag deutlich.
Welche Technik hat Renty für den Gratis-Rave im Parkhouse Graz gestellt?
Erst nach Sonnenuntergang. Am 24. Juni 2026 ging die Sonne in Graz kurz vor 21:00 Uhr unter, das Programm lief draußen von 16:00-22:00 Uhr. Von sechs Stunden war damit rund eine Stunde wirklich dunkel. Im Hochsommer trägt deshalb der Ton den größten Teil des Abends.
Wie bekommt man Licht in einen Baum, ohne ihn zu beschädigen?
Mit LED-Röhren und LED-Streifen, die mit Kabelbindern an den Ästen befestigt werden, ohne Bohren und ohne feste Montage. Nach dem Event kommt alles wieder herunter. Voraussetzung sind die Zustimmung des Betreibers und jemand, der die Leiter sicher bedient und die Kabel zugentlastet.
Wie viele Leute waren beim Rave im Parkhouse Graz?
Nach Angaben der Veranstalter über 2.500. Eine exakte Zahl gibt es bei freiem Eintritt nicht, weil niemand Tickets zählt. Für die Planung heißt das: Anlage und Fläche werden nach oben ausgelegt, nicht auf die erhoffte Zahl.
Was ändert sich, wenn ein Open Air um 22 Uhr nach drinnen wechselt?
Es sind faktisch zwei Veranstaltungen an einem Abend. Draußen und drinnen brauchen jeweils ihr eigenes Setup, dazu eine klare Reihenfolge für den Übergang, damit das Publikum nicht in einer stillen Pause steht. Die Technik draußen bleibt bis zum Abbau stehen und wird nicht mitten in der Nacht abgeräumt.
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